Der Begriff Marketing-Mix bezeichnet die Kombination verschiedener operativer Marketing-Maßnahmen. Mehrfach wird zwischenzeitlich gefordert, neben den bekannten vier Ps (Kapitel 10.1.1) verstärkt die Funktionsbereiche des Unternehmens einzubeziehen. Der klassische Ansatz erweitert sich somit um weitere Ps: Physics (Corporate Identity), Personal (Personalpolitik) und Process (Unternehmensabläufe). Angestrebt wird in allen Bereichen der Aufbau einer stärkeren Bindung zwischen Kunden und Unternehmen. Mögliche Einzelziele sind beispielsweise: 

  • Besucheranzahl ausbauen, um einen höheren Umsatz zu generieren, z.B. Suchmaschinen-Marketing, SEO, Pay-per-Click, Newsletter.

  • Conversion Rate erhöhen, um mehr Kaufabschlüsse zu erhalten, z.B. Usability, Navigation, Shop-Technik, 5C-Strategie, Preis, Vertrauen.

  • (Shop-)Bekanntheit steigern, um Markenimage aufzubauen, z.B. Werbebanner, Suchmaschinen-Marketing, Affiliate, Multiplikatoren.

  • Public Relation steigern, um erhöhte Aufmerksamkeit zu erhalten, z.B. Pressearbeit, Journalisten-Mitteilung, Publikationen, Veranstaltungen.

  • Website-Inhalt aufstocken, um mehr Kunden anzulocken, z.B. Anleitungen, Downloads, Beschreibungen, Tools, Rezepte.

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Ihre Aufgabe als Inhaber oder Geschäftsleiter besteht darin, die dazu erforderlichen absatzpolitischen Tätigkeiten für einen bestimmten Zeitraum festzulegen. Zwei Fragen, die Sie sich wahrscheinlich selber stellen, sind: In welche Marketingmaßnahmen sollen Sie Zeit und Geld investieren und vor allem wie viel? Gehen Sie generell davon aus: Sich nur auf einen einzigen Aspekt zu konzentrieren, wirkt sich kaum Erfolg versprechend aus. Stattdessen ist es sinnvoll, auf einen umfassenden Mix an Marketingmaßnahmen zu setzen (Marketingmaßnahmen im Marketing-Mix).

  • Kommunikation (Werbung)

    + Öffentlichkeitsarbeit: Sponsoring, Pressearbeit (Kapitel 10)
    + Werbebotschaft: Corporate Identity, Image, Service (Kapitel 10)
    + Werbemedien: Print, Online, Funk, TV, Newsletter (Kapitel 10)
    + Werbeträger: Auto, Verpackung, Visitenkarte, Briefe (Kapitel 10)
    + Werbemittel: Suchmaschine, Webkatalog, Banner (Kapitel 9)
    + Gestaltung: Farben, Schrift, Bilder, Slogan (Kapitel 8)

  • Distribution

    + Logistik: Lager, Versandpartner, Haftung (Kapitel 6)
    + Absatzkanal: Online-Shop, Direktvertrieb, Handel (Kapitel 5)

  • Preis

    + Konditionen: Liefer-/Zahlungsbedingungen, Rabatt (Kapitel 6)
    + Kalkulation: Preis-/Handelskalkulation, Marktpreis (Kapitel 3)

  • Produkt

    + Branding: Corporate Identity, Layout, Design (Kapitel 8)
    + Programm: Produktangebot, Wettbewerbsstrategie (Kapitel 3)
    + Innovation: Kreativitätstechniken, Geschäftsidee (Kapitel 1)
    + Leistung: Service, Garantie, Beratung, Nutzen (Kapitel 1)

Eine Geschäftsidee im eCommerce beginnt im Wesentlichen mit dem Produkt. Sie stellen eine Produktpalette für Ihre Zielgruppe zusammen und Sie legen zudem die künftig angebotenen Service- und Beratungsleistungen fest. Welchen Mehrwert Sie den Kunden anbieten, hängt hierbei entscheidend von der Preispolitik ab, bei der die Handelskalkulation im Vordergrund steht.

Mit der von Ihnen gewählten Preiskalkulation bestimmen Sie gleich das angepeilte Marktsegment. Die beiden Extreme reichen hier vom Billiganbieter mit niedrigen Preisen bis hin zum Premium-Anbieter mit umfassenden und meist teuren Produkt- und Serviceangeboten auf hohem Preisniveau. Besonders im Online-Handel gibt es einen weiteren wichtigen Punkt, dieser betrifft die Liefer- und Zahlungsbedingungen. Je umfassender Ihr Angebot, desto einfacher und bequemer sind Bestellungen für die Kunden. Die Distributionspolitik befasst sich überwiegend mit Logistik und Fulfilment. Sie müssen sich dazu überlegen, wie die Ware zum Kunden kommt.

Im aktuellen Abschnitt beschäftigen wir uns mit Kommunikationspolitik, also überwiegend mit verkaufsförderlichen Maßnahmen. Der zentrale Aspekt, den Sie hierbei im Auge behalten müssen, ist die Werbebotschaft. Realisierbar ist viel, angefangen beim Aufbau einer Corporate Identity bis hin zum Unternehmens- oder Markenimage. Kleinere Unternehmen sollten vor allem den Nutzen und Mehrwert für den Kunden herausstellen, was grundsätzlich immer ein guter Aufhänger für das Marketing ist. Denn das Produkt mag noch so toll sein, schaffen Sie es nicht, den Kunden von den Vorteilen zu überzeugen, wird er es sicherlich nicht kaufen.
Im weiteren Verlauf dieses Abschnitts informieren wir Sie noch über folgende Marketinginstrumente:

  • Public Relation: PR-Arbeit, Blog, Bonussysteme und Newsletter.

  • Produktmarketing: Produktsuche, Keyword Advertising und Affiliate.

  • Kundenbeziehungspflege: CRM-Systeme zur Kundenbetreuung.

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